43

Zur Erinnerung

 

Zum ersten Mal seit sicherlich 17 Jahren werde ich am 19.03.2015 in der Regenbogenfabrik/Kreuzberg, also in BERLIN lesen. Beginn ist 19:00 Uhr und ich werde zusammen mit Stephan Noé und Ismail Ünsal versuchen, den Abend ambitioniert zu gestalten.

 

In den 90er Jahren war ich eines der vielen sich einmalig wähnenden Knittergenies im Nachwendeberlin mit schmalem OEuvre, großer Schnauze und mit der Sehnsucht nach Grenzerfahrungen in grenzenlos behaupteter Zeit. Diese Grenzerfahrungen machte ich dann auch. Freilich nicht im subventionierten Literaturbetrieb und auch nicht auf dem „gefährlichen“ Berliner Pflaster während der Suche nach dem Hauptstadtroman. Wer erinnert sich übrigens noch an diese verrückte Nummer?
Nein, nicht da machte ich Grenzerfahrungen – sondern nachts um 03:00 Uhr auf abwegigen Rettungsstellen in der Provinz (nebenbei eine der Gründe meiner Verbundenheit mit Michael Bulgakow).
Und diese Erfahrungen flossen auch nicht direkt und „echt authentisch“ in die Feder respektive die Tastatur. Sie machten vielmehr für lange Zeit, für 17 Jahre sprachlos und mein Blog sowie solche Auftritte wie am 19.03. sind die ersten Versuche, die Sprache gegen die erlebte Wirklichkeit wieder zu finden. Wer gegen einen freiwilligen Eintritt Lust verspürt, diesen ersten Versuchen und/oder meinen Kombattanten zu lauschen, ist herzlich eingeladen.

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4 Gedanken zu „43

  1. Dear summacumlaude, darf ich erfahren, ob Dein „EOuvre“ extra so geschrieben wurde, und, wenn ja, bitte warum? Bitte, zum Verständnis, wisse, dass meine Lateinkenntnisse sich ausschließlich aus dem Englischen herleiten.

    Die Suche nach „Grenzerfahrungen“ hat mich allerdings nur zur Erkenntnis geführt, dass es keine „Grenzen“ gibt. Die Erkenntnis, dass es kein „Außerhalb“ gibt, dass die Frage nach dem Transzendenten sich in der „Grenzerfahrung“, das ist nämlich die der Entgrenzung, in Wohlgefallen auflöst, kam mir erst letztes Jahr. Die Erfahrung der Entgrenzung ist immanent, Gott miteingeschlossen, es gibt kein „Außerhalb“. Das ist nur eine Erfindung eines Bewusstseins, das nicht gelöst genug ist. – Bitte aber nicht nachahmen, wir haben erst letzte Woche jemanden zu Grabe getragen, solche Experimente können einen schon mal für die nächsten 25 Jahre, bis eine Handvoll Trauernde am Grabe stehen, in ein „Original“ verwandeln.

    leider wohne ich nicht in Berlin, sonst wäre ich bestimmt vorbeigekommen !

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    • Das hängt mit dem französischen oeuvre zusammen. Eigentlich wird das o und das e in OEuvre als sog. Ligatur zusammengezogen. Google ruhig mal selbst. Das gab meine Tastatur resp. das Textprogramm von wordpress aber nicht her. Als Bildungshuber habe ich dann zumindest das O UND das E groß geschrieben, um Kund zu tun, dass ich um diesen Fakt weiß.😉

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      • Ich suche Wörter mit unschreibbaren Buchstaben in dem entsprechenden Online-Nachschlagewerk, kopiere sie und füge sie anschließend in meinen Text ein: œuvre.
        Weil ich ein Fuchs bin.

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