Samiel hilft

Frau P. Aus D. Und Frau v. S. aus L. – die personifizierte, ostwestvereinte Besitzbürgerangst – haben Samiel angefleht und wurden erhört. Erschreckend ist nicht, dass es solche entmenschten Gedanken gibt. Erschreckend ist, dass der Petrysche und der von Storchsche Schießbefehl der AfD zumindest bis jetzt noch nicht schadet. Sie haben, was die aktuelle Stimmungslage angeht, offenbar den Schuß gehört.

Jetzt demaskiert sich der unzivilisierte Teil der Gesellschaft, der jahrzehntelang lediglich materiell gezähmt worden ist. Und es ist der Teil, in dessen geheimen Wünschen das Wort „vergasen“ durchaus immer geläufig war.
Wer jetzt noch AfD wählt oder der PEGIDA hinterherläuft, wird mit meinem Verständnis nicht rechnen können.

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3 Gedanken zu „Samiel hilft

  1. das brandstiften und zünseln verändert jede gesellschaft – so wie die pegida/afd-ähnliche schweizer partei es hier macht. nach der nächsten volksabstimmung am 28.2., wenn bei uns über deren durchsetzungsinitiative («kriminelle ausländer aus der schweiz ausweisen») abstimmen, werden wir erfahren wie stark es der svp gelungen ist, hass zu schüren, dass selbst ladendiebstahl, zu schnelles fahren … zum ausweisungsgrund werden kann. ob die nachhaltigkeit der ausländer feindlichen svp-initiativen über all die jahre so stark ist, dass es einer mehrheit «wurst» ist, mit der annahme der jüngsten initiative auch die menschenrechtskonvention ausser kraft zu setzen, wird sich weisen. hoffentlich kommt es nicht so weit.

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  2. ich frage mich, ob Seehofer klar gewesen ist , und auch, ob ihm jetzt klar wird, dass der Schießbefehl bloß die Konsequenz seiner Forderung nach einer Obergrenze ist, eine Forderung, die „Symbolpolitik“ zu nennen verharmlosend wäre/ist. Das ist allerdings bereits seit längerem klar: Wie wäre die „Obergrenze“ sonst durchzusetzen?

    aber heute im dlf, Diskussionsrunde, jemand (Hörer?) „…, dann machen wir die Grenzen dicht und dann …“ – „Wie wollen Sie die Grenzen denn dichtmachen?“ – „Wir haben die Grenzen früher auch zugemacht, das können wir auch heute, also … (blablabla)“ Sarkastisch-ironischen Lachen im Hintergrund. Das reichte mir, ich schaltete das Radio aus. Erst später spinne ich den Dialog weiter: „Also Schießbefehl?“ – „Natürlich, schießen!“ Grenzen dichtmachen, „Obergrenze“ – das durchzusetzen heißt, Gewalt anwenden, und dann fallen auch Schüsse.

    Hat auch jemand in der Phönix-Runde vor ein paar Wochen gesagt. Die Seehofer-Obergrenze ist nun aber wirklich erreicht, es wird klar, wie gefährlich der Ty ist …

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