Acht Jahre Unterschied

2008 – Yes, we can!

2016 – the Trumpet can!

Dazwischen liegen acht Jahre. Es gibt keinen Grund, anzunehmen, dass sich in diesen acht Jahren die Bevölkerung eines Landes grundsätzlich ausgetauscht hat. Stichhaltiger ist hingegen die Annahme eines zutiefst gespaltenen Lands, dessen eine Hälfte sich 2008 mehrheitlich ausdrückte, während 2016  die andere Hälfte jubelt.

Aber noch etwas fällt auf: 2008 war eine fast messianische Erwartung an Barack Obama in der Luft. Yes, we can! Barack Obama sprach die an, die bis dato keine Stimme hatten und nie angesprochen wurden. Ein revolutionärer Vorgang, denn alle Revolutionen sprachen „die im Dunklen“ an, die vorher Unsichtbaren. Irritierenderweise ist das 2016 von der anderen Hälfte aus gesehen genauso und Donald Trump hat das instinktsicher auch sofort erkannt. Sein erster Tweet nach dem Sieg lautete:

„Such a beautiful and important evening! The forgotten man and woman will never be forgotten again. We will all come together as never before“

Genau das ist die Sprache des messianischen Revolutionärs. Ich, der Revolutionär Donald Trump, hole die Vergessenen ans Licht. Freilich ist es diesmal eine Revolution ohne Idee, eine Revolte mit rassistischem Zungenschlag, gegen die Vergessenen des Jahres 2008. Diesmal jubelt eine ganz andere Gruppe von Gläubigen dem ganz anderen Heilsbringer zu. Wie gesagt: Eine Revolte ohne Idee! Vor nichts aber muss man mehr Angst haben als vor einer Revolution „ohne Idee, gegen die Idee“ (Thomas Mann). Mein Gott –

Quo vadis Tellus?

tellus

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