Ein junger Arzt, Schriftsteller und Flüchtling über das Asylrecht

An die Familie

Straßburg im Juni 1836

„[…] Es ist nicht im Entferntesten daran zu denken, daß im Augenblick ein Staat das Asylrecht aufgibt, weil ein solches Aufgeben ihn den Staaten gegenüber, auf deren Verlangen es geschieht, politisch annullieren würde. Die Schweiz würde durch einen solchen Schritt sich von den liberalen Staaten, zu denen sie ihrer Verfassung nach gehört, lossagen und sich an die absoluten anschließen, ein Verhältnis, woran unter den jetzigen politischen Konstellationen nicht zu denken ist. Daß  man aber Flüchtlinge, welche die Sicherheit des Staates, der sie aufgenommen, und das Verhältnis derselben zu den Nachbarstaaten kompromittieren, ausweist, ist ganz natürlich und hebt das Asylrecht nicht auf. […]”

so dieser junge Doppelkollege 1836. Dem ist nichts hinzu zu fügen.

 

buchner

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