Zum letzten Mal

das leidige Thema AfD. Man glaube mir: Ich habe besseres vor mit meiner Zeit. Doch nun lese ich im Netz von durchaus intelligenten Menschen etwas von einer angeblichen „Rand“partei AfD. Ist sie das wirklich? Ist eine solche Argumentation nicht geschichtsvergessen? Wie weit am Rand war die NSDAP 1928 mit ihren 12 Abgeordneten im damaligen Reichstag? Und wie breit wurde der Rand dann mit der Wirtschaftskrise ein Jahr später?
Ist es heute so anders? Denn genau das ist nie zu vergessen: Die aktuellen 8-10% Stimmenanteil der „Rand“partei AfD sind das Ergebnis OHNE Wirtschaftskrise. Wie breit würde deren Rand MIT einer solchen Krise sein? Ich frage und wage kaum zu antworten…

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2 Gedanken zu „Zum letzten Mal

  1. vielleicht erinnerst Du Dich an diesen Wirtschaftsinstitut-Burschen mit dem kahlrasierten Kopf, der immer so klug wirkt und der immer in Phönix Runde usw. auftritt? Immer Sozialpolitische Schwerpunkte vertretend (Innennachfrage und dergl. mehr), aber sobald das Thema sich (mindestens) europäisch ausweitet sich in abgründiges Schweigen hüllend? Offenbar geht es bei diesem Typen, auch wenn er sich in sozialdemokratisch-merkelschem Nebel gern versteckt, doch nur um das Eine: solange es uns gut geht (zur Not auf Kosten anderer), könnten wir sogar, müssten sogar, Sozialpolitik betreiben – aber nur unter dieser Bedingung!

    Machen sich also bürgerliches und ehrenamtliches Engagement unglaubwürdig, wenn sie Flüchtlinge bei basalem Erwerb der Deutschen Sprache behilflich sind? Wie ich ab nächstem Montag wieder – J A ! Aber nur dann, wenn sie damit eine linke Einstellung verbinden. Denn dieses „Wir schaffend das“ schaffen wir eben nur, sofern Deutschland seinen mit allem ihn Bedingendem Wohlstand – und sei´s auf Kosten anderer – aufrechtzuerhalten vermag.

    Aufschrei! Nun will man gegen diesen ach so verlogenen linken Zynismus – ich nenne es Realismus – vorgehen, indem man das entwendet, was eigentlich linke Selbstkritik hätte sein müssen: Wenn man, sich als links verstehend, bürgerliches und ehrenamtliches Engagement macht, begibt man sich gewissermaßen „internationalistisch“ in eine mentale Dissonanz. – In Wirklichkeit hat man sich aber damit, einen linken Popanz vermeidlich zu bekämpfen, dessen Argumente vermeintlich entwendend, selber eine mentale Dissonanz eingehandelt. Als wäre die einzige Reaktion auf angeblich linke Inkonsistenzen, nun seinerseits rechtspolpulistische Positionen zu vertreten. Was für mich gerade noch so geht (ganz unten an der Einkommensskala) an Zynismus, ist für die noch profitierenden an diesem System schon zuviel. Einzige Konsequenz scheint hier zu sein, aus Rache an den linken sich als Rechtspopulisten zu positionieren. Ich finde das peinlich. Hier hat sich bersarin verrannt, und hier tut mir donalphonsos Desorientierung, gegen wen er jetzt noch loslästern soll, früher immer noch erfrischend zu lesen, einfach nur noch leid.

    Sich von links das Feigenblättchen der Unschuld in der Konsequenz ausleihend – um dann – jetzt im anderen Sinne zynisch – rechtspopulistische Positionen zu vertreten, das halte ich für eine der bedenklichsten Entwicklungen der jüngsten Zeit, soweit ich sehen kann. – Eben gerade wegen Deiner Warnung, dass es wirtschaftlich auch mal anders laufen kann in Deutschland.

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    • „Als wäre die einzige Reaktion auf angeblich linke Inkonsistenzen, nun seinerseits rechtspolpulistische Positionen zu vertreten.“
      … eben nicht, wie Du ja auch sagst und praktizierst. Nur aus Ärger über dummlinks ganz rechts zu landen, ist der dümmste Fehler (gibt es kluge Fehler?), den man machen kann.

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