#Heimat

Meine Heimat sind die Ostseewellen,
wenn sie kommen und zerschellen.
Heimat kommt, Heimat geht
Heimat ist, was nicht besteht.

…Vorbei! Ein dummes Wort! Dennoch wahr. Vier Jahre war dieser Blog ein Teil meiner Heimat, nun ist endgültig Schluß und das Schreiben sortiert sich neu. Hatte mich im vorherigen Post gar nicht so richtig von meiner treuen Leserschaft verabschiedet. Das sei mit Hilfe dieses kleinen Vierzeilers nachgeholt.
Lebet wohl und streitet Euch nicht! Geht rechtzeitig ins Bett. Und denkt daran: Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da. Sondern auch zum – Lll… na, Lauschen beispielsweise.
Also: Byby allen, die mir bei meinem Lauschen zugehört haben. Tags und nachts. Und hört weiter hin. Dem Rauschen des Lebens und der Wellen, wenn sie kommen und zerschellen…
da fällt mir gerade eine weitere, erste Fassung ein:

Leben ist lauschen
dem Meeresrauschen
den Meereswellen
beim Zerschellen

und natürlich ein berühmtes Nietzschezitat, das mit dem Haus am Meer und den geteilten Geheimnissen. Aber gut, vorbei. Ein dummes, dennoch wahres Wort. Auch das Meeresrauschen ist irgendwann vorbei, wenn unsere Vorbeisein schon nicht mehr wahr ist. Vorbei wie jedes rauschende Fest. Dann bleiben wir noch für einige Zeit in Form elektromagnetischer Wellen im All nachweisbar. Aber nicht mal das ist ewig. Wie kann da ein harmloser – oder heißt es harmloses? – Blog dem ewigen Vorbei entfliehen. Vorbei…

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Das Arschlochsonett

Das durchreflektierte Arschloch in
und der bestirnte Himmel über mir
können nicht wissen, wer ich bin.
Halb Mensch eben und halb auch Bier.

Doch wenn meine beiden Hälften zusammen
wollen, sagt mir mein Riesenarschloch:
Kneif sie zusammen, Deine strammen
Backen! (Täglich tu ich das doch!)

Durchreflektiert sucht mein Riesenarschloch
seine Stellung in der durchlöcherten Welt.
Doch ist es nur Küche, ganz ohne Koch.
Kochlose Küche, mutloser Held!

So köchelt mein Arsch so vor sich hin
und nicht zu garen ist sein Sinn.